Die Entstehung der Kulturloge

Die Entstehungsgeschichte der Kulturlogenidee.
Artikel von Christine Krauskopf

Die Entstehung der Kulturloge

Beitragvon Christine Krauskopf Kulo HDH » 25. Apr 2012, 13:51

Eine weihnachtliche Idee...
"Wer arm ist, bleibt unter sich. Wer arm ist, kocht im eigenen Saft." Diese Aussage der Leiterin der Marburger Obdachlosenhilfe, die ich bei der Recherche zum Thema "Armut in Marburg" hörte, ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Auch nicht, als ich in die Kulturredaktion der Oberhessischen Presse wechselte.
Es war der 22. Dezember 2008, als ich morgens mit der Idee aufwachte, so etwas wie eine "Tafel" für Veranstaltungen auszuprobieren. Auf der Fahrt von Herborn-Seelbach bis zu meinem Arbeitsplatz in Marburg überlegte ich mir die Einzelheiten. In Marburg angekommen, erzählte ich meinem Chef von der Weihnachtsidee, die ich sogleich umsetzen wollte.
Mein Chef meinte, "ja, gute Idee", aber nicht für dieses Jahr Weihnachten. "Wenn du drei Veranstalter findest, die mitmachen, setzen wir die Idee um", sagte er.
Ich fand nicht nur drei Veranstalter, sondern alle, die ich fragte, waren gleich einverstanden. Zu den ersten gehörte Marion Closmann, Chefin des Marburger-Cineplex-Kinos. "Es ist eine Ehre für mich, dass Sie mich gefragt haben", sagte Marion Closmann.
Ich sprach auch mit einer Vertreterin der Marburger Tafel, Hilde Rektorschek, der die Idee ebenfalls gefiel. In der ersten Jahreshälfte 2009 fragte ich alle Kultur-Veranstalter, mit denen ich sowieso zu tun hatte. Auch formulierte ich ein Konzept, das ich beim Wettbewerb "Start-Social" einreichte. Im Herbst fuhren Hilde und ich nach Berlin, um uns mit all den anderen Start-Social-Stipendiaten vorzustellen. Dort lernte ich Angela Meyenburg aus Berlin kennen. Kurz darauf vermittelten wir in Marburg die ersten Karten.
Hilde kümmerte sich vornehmlich um die sozialen Einrichtungen. Sobald wir Anmeldungen hatten, vermittelten wir die ersten Veranstaltungen.
Mit Angela Meyenburg traf ich mich wenige Wochen später in Kassel, wo wir stundenlang quatschten, während Moritz, Angelas kleiner Sohn, ganz ruhig schlief. Heute sind wir sehr gute Freundinnen.
Dr. Astrid Wetzel und Thomas Batinic entwickelten Namen und Logo für die Kulturtafel, die nun den Namen "Kulturloge" bekam, die IAD (ein Software-Schulungszentrum in Marburg) schrieb uns ein Programm zur Kartenvermittlung. Die Uni Marburg bot uns ihre Studenten als Hilfen an, auch das Arbeitsamt war gleich mit dabei.
Im Februar gründeten wir einen Verein. Hilde wurde Vorsitzende, ich ihre Vertreterin.
Wenige Wochen später begannen die Berliner mit der Kartenvermittlung. Wie sie anfingen, möge Angela erzählen.
Christine Krauskopf Kulo HDH
 
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