Kulturministerin Schäfer zu Besuch bei KL Ruhr


Kulturministerin Schäfer zu Besuch bei KL Ruhr

Beitragvon Admin » 27. Apr 2012, 05:42

Ministerin Schäfer lobt Arbeit der Kulturloge Ruhr als vorbildlich für den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft und für die Zukunftsfähigkeit des Landes

Essen/Düsseldorf, 05.03.2012.

Begeistert hat sich heute die nordrhein-westfälische Kulturministerin Ute Schäfer von der Arbeit der Kulturloge Ruhr bei ihrem Besuch in Essen gezeigt. Im Kunsthaus Essen, in dem die Kulturloge ihr Büro hat, konnte sich die Ministerin ein Bild vor Ort machen und sich über die Arbeitsabläufe informieren. Bei dem anschließenden Gespräch mit Vertretern der Sozial- und Kulturpartner, Kommunen sowie mit Kulturgästen und ehrenamtlichen Mitarbeitern der Kulturloge Ruhr konnten die Beteiligten ihre Sichtweise auf das Projekt erläutern und Fragen nach Motivation, Ablauf und Erfolgsfaktoren beantworten.

Ute Schäfer erklärte: „Kultur ist lebensnotwendig wie Essen und Trinken. Sie darf kein Luxusgut für wenige sein. Der Zugang zu Kunst und Kultur muss allen Menschen unabhängig vom Geldbeutel offenstehen. Dieses Ziel unterstützt die Kulturloge Ruhr sehr erfolgreich und mit großem Engagement.“ Die Ministerin verwies darauf, dass das Ziel der Kulturloge Ruhr, mehr Menschen für Kunst und Kultur zu gewinnen, auch das zentrale Projekt der Kulturpolitik des Landes sei. Sie lobte auch das ehrenamtliche Engagement der vielen Helfer: „Mit ihrem freiwilligen Einsatz sorgen sie für mehr Lebensqualität, für den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft und die Zukunftsfähigkeit unseres Landes.“, sagte Schäfer.

Antonia Illich, die Vorsitzende der Kulturloge Ruhr, freut sich sehr über das Lob aus Düsseldorf: “Was uns zur Gründung der Kulturloge im Jahr 2010 ermutigt hat, war die Motivation, den kulturellen Reichtum der Region, den die Kulturhauptstadt offenbart hat, allen hier lebenden Menschen zugänglich zu machen – unabhängig von der eigenen finanziellen Leistungsfähigkeit. Das Lob der Ministerin bestärkt uns, für die Erreichung dieses Ziels auch zukünftig mit aller Kraft zu arbeiten.“ Illich unterstrich zudem, dass das Projekt auch für die Kulturpartner ein Gewinn sei: “Eine wissenschaftliche Untersuchung der Universität Hildesheim hat am Beispiel der Kulturloge Berlin erwiesen, dass durch die kostenfreie Vermittlung nicht verkaufter Restkarten neue Kreise der Gesellschaft für Kunst und Kultur gewonnen werden können. Damit könnten also nicht nur leere Plätze während der Veranstaltung vermieden werden, sondern auch Menschen erreicht werden, die wiederkommen.“, sagte Illich.

Informationen zur Kulturloge Ruhr: Der Verein wurde im September 2010 durch Antonia Illich, Mirko Radtke und Verena Tenhaven gegründet. Nach dem Prinzip der „Tafeln“ vermittelt er nicht verkaufte Restkarten kultureller Veranstaltungen kostenfrei an Menschen, die sich den Kauf einer Eintrittskarte finanziell nicht leisten können. Nachdem das Projekt in Essen sehr erfolgreich angelaufen ist, arbeiten die Initiatoren aktuell an der Ausdehnung des Projekts auf weitere Städte im Ruhrgebiet.
Neben den Städten Witten und Dortmund, wo die Kartenvermittlung bereits läuft, finden Verhandlungen u.a. mit Oberhausen, Mülheim, Gelsenkirchen und Duisburg statt. Die Kulturloge Ruhr hat zurzeit knapp 1.000 Kulturgäste und 60 Kulturpartner. Seit ihrer Gründung hat sie mithilfe von 20 ehrenamtlichen Helfern etwa 2.500 Tickets vermittelt.

Außerhalb des Ruhrgebiets formieren sich in NRW Kulturlogen auch in Düsseldorf und Wuppertal. Bundesweit existieren zurzeit 13 Kulturlogen, weitere sind in Planung.
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